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Multi-Channel-Vertrieb 2021

Der Baukasten für den Erfolg beim Marktplatz-Handel

Gleichzeitig auf mehreren Marktplätzen Produkte anzubieten, damit den potentiellen Käuferkreis enorm erweitern und dennoch gezielt Kunden erreichen – das ist quasi der „Elevator Pitch” für den Multi-Channel-Vertrieb. Aus Händlersicht ist der Einstieg in den mehrgleisigen Verkauf über Online-Marktplätze fast immer sinnvoll. Denn mittlerweile finden circa 50 Prozent der Produktsuche im Internet direkt auf Shopping-Portalen statt. Das liegt neben der großen Produktauswahl der Marktplätze auch am nahezu uneingeschränkten Vertrauen, das den Portalen entgegengebracht wird.

Der tatsächliche, praktische Einstieg in den Multi-Channel-Handel ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich nicht jeder Händler sofort zutraut. Entscheidend dabei ist die richtige technische und organisatorische Infrastruktur, um mit den Produkt-Listings und Warenströmen auf verschiedenen Marktplätzen umgehen zu können. Sonst kommt es schnell zu Überverkäufen oder Lieferverzögerungen, die gerade im Online-Handel mit negativen Kundenbewertungen abgestraft werden. Daher ist es wichtig, von vornherein einen Baukasten für den Mehrkanalvertrieb mit verschiedenen Tools aufzusetzen, die bei der Verwaltung, Automatisierung und Abwicklung des Online-Handels helfen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen acht hilfreiche Werkzeuge vor, auf die Sie im Multi-Channel-Vertrieb nicht verzichten sollten. Neben Tipps und Tricks zur Produktverwaltung, Lagerhaltung und Versand sowie Repricing, stellen wir mit magnalister ein Schnittstellen-Tool vor, mit dem Sie Ihre Produkte auf den bekanntesten Marktplätzen, darunter selbstverständlich auch Kaufland.de, verkaufen und zentral in Ihrem eigenen Webshop verwalten können. Magnalister bietet mit seinen Funktionen bereits einen umfangreichen Baukasten für den Multi-Channel-Vertrieb und wird von einem sehr erfahrenen Team aus langjährigen E-Commerce-Experten betrieben.

1. Zentrale Produktverwaltung über einen zeitgemäßen Webshop

 

Für die Administration Ihres Marktplatz-Vertriebs benötigen Sie einen zentralen Ort, an dem Sie Produkte pflegen und Lagerbestände sowie Bestellungen verwalten können. Dafür könnten Sie prinzipiell auch ein Warenwirtschaftssystem aufsetzen – moderne Webshop-Systeme sind aber in der Regel einfacher und schneller zu durchdringen und bieten zusätzlich die Möglichkeit, den Shop selbst als Verkaufskanal zu nutzen.

Letzteres wird beim Multi-Channel-Vertrieb immer wieder unterschätzt. Viele Händler setzen ausschließlich auf einige wenige, große Marktplätze und erzeugen so einseitige Abhängigkeiten. Wenn Händler jedoch ihre Produkte von vornherein zentral im eigenen Webshop verwalten, ist es nur noch ein kleiner Schritt zur eigenen Storefront, also zum visuell ansprechenden Onlineshop. Um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, bieten moderne Shopsysteme wie Shopify oder Shopware sechs fertige Design-Vorlagen für die Storefront an. Der Shopsystem-Markt orientiert sich außerdem zunehmend in Richtung Cloud-Systeme. Diese machen den Einstieg noch leichter, weil Händler keinen eigenen Server aufsetzen und warten müssen. Wer es also darauf anlegt, kann einen voll funktionsfähigen Onlineshop innerhalb weniger Stunden in der Cloud anlegen und konfigurieren.

Entscheidend für die Vorbereitung des Multi-Channel-Vertriebs ist die detaillierte Pflege der Produkte. Dazu gehören aussagekräftige Produkttitel und -beschreibungen genauso wie hochwertiges Bildmaterial und die Einordnung in Kategorien beziehungsweise das Anlegen von Produkteigenschaften (Attributen). All diese Informationen werden gebraucht, um das Produkt später auf Online-Marktplätzen ansprechend darzustellen. Wie Produkte zwischen Webshop und Marktplätzen synchronisiert werden, erfahren Sie jetzt.

2. Der Marktplatz-Connector: Artikel hochladen, Lager synchronisieren und Bestellungen importieren

 

Ihr Webshop steht und Sie haben sich bereits Gedanken gemacht, auf welchen Marktplätzen Sie Ihre Produkte zusätzlich anbieten möchten. Zum Beispiel auf dem Online-Marktplatz Kaufland.de, der mit 32 Millionen Kunden monatlich und 25 Millionen Angeboten auf der Plattform zu den größten deutschen Online-Shopping-Portalen gehört.

Nun benötigen Sie das richtige Tool, um Ihren Webshop an die ausgewählten Marktplätze anbinden zu können. Eine seit mehr als zehn Jahren auf dem deutschen Markt etablierte Schnittstellenlösung bietet magnalister. Das Plugin integriert sich nahtlos in Ihr Webshop-Backend und vereinfacht beziehungsweise automatisiert das Marktplatz-Management.

Mit dem Tool können Sie Ihre Produkte für jeden Marktplatz individuell vorbereiten und per Mausklick hochladen. Ändert sich der Preis oder die Lagermenge eines Artikels in Ihrem Webshop, so werden diese Informationen direkt mit den Marktplätzen synchronisiert. Marktplatz-Bestellungen werden automatisch in Ihr Shopsystem importiert und über den Bestellstatus-Abgleich werden den Marktplatz-Kunden die aktuellsten Versandinformationen angezeigt.

Neben Kaufland.de lassen sich mit magnalister zahlreiche weitere nationale und internationale Shopping-Portale anbinden und das Tool ist für die gängigen Shopsysteme verfügbar. Leser des Marketplaceworld-Blogs können magnalister 30 Tage kostenfrei in vollem Funktionsumfang testen.

3. Schnelle Lieferung und positive Kundenrezensionen durch Outsourcing von Lager und Versand an einen Fulfillment-Dienstleister

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In einer im Jahr 2020 durchgeführten Studie (Parcellab „E-Commerce aus Kundensicht 2020”) zeigte sich deutlich, welche Erwartungshaltung Kunden an einen Online-Händler haben. Es zählen ein schneller, sicherer Versand, zuverlässige Informationen zum Sendungsstatus und ein einfaches Retouren-Management. Sogenannte Fulfillment-Dienstleister, also Unternehmen, die Lager und Versand für Händler gegen Bezahlung übernehmen, können dafür sorgen, dass diese Erwartungshaltung nachhaltig erfüllt wird. Das führt in der Regel zu positiven Kundenbewertungen auf Shopping-Portalen wie Kaufland.de und zu einer langfristigen Kundenbindung.

Viele Online-Händler wissen gar nicht, dass nicht nur Marktplätze selbst Fulfillment-Services anbieten, sondern auch spezialisierte Unternehmen und teilweise auch große Logistik-Partner. Zu den bekanntesten Unternehmen auf dem deutschen Markt gehören hier das DHL Supply Chain – European Fulfillment Network (EFN), IBS Logistics, odc oder auch byrd.

4. Online-Shop-Struktur auch auf den Point of Sale (POS) erweitern

 

Der Offline-Handel wird durch das Online-Geschäft komplett abgelöst? Das ist nicht zu erwarten. Zwar gewinnt das Online-Geschäft immer mehr an Bedeutung – eine Verzahnung von Offline- und Online-Handel ist aber weiterhin wichtig. Händler, die Ihre Waren zentral in einem Onlineshop organisieren, sind sogar viel schneller in der Lage, Kunden-Touchpoints am POS zu schaffen. Wer schnell einen Popup-Store an einem gut besuchten Ort hochziehen möchte oder sich ein zusätzliches Store-Standbein in einem Trendviertel aufbauen will, kann dies mithilfe der bestehenden Onlineshop-Infrastruktur tun. Dazu bieten einige Shophersteller sogar die entsprechende Hardware, wie zum Beispiel Preisscanner, Kassensysteme und Bezahl-Terminals.

Der Online-Optiker Mister Spex zum Beispiel bietet seinen Kunden den Service, Brillen vor Ort in Filialen anzuprobieren – die Modelle sind jedoch nur Ausstellungsstücke und die Bestellung findet direkt über den Onlineshop statt. So kann der Kunde auch wählen, dass er die Brille per Post nach Hause geliefert bekommen möchte.

5. Repricing: Variation des Verkaufspreises auf unterschiedlichen Kanälen

 

Neben gut gepflegten Produktdaten und einem schnellen und zuverlässigen Lieferservice spielt vor allem der Preis eine entscheidende Rolle für das Listing der Produkte in den Top-Positionen. Doch Vorsicht: Wer wortwörtlich um jeden Preis Konkurrenzangebote ausstechen will, wird schnell feststellen, dass die Rentabilität seiner Produkte massiv darunter leidet. Um das zu verhindern und dennoch im Pricing flexibel zu bleiben, bieten sich Repricing-Tools an. Sie scannen den Markt, erstellen ein Preisniveau und passen den eigenen Marktplatz-Preis permanent an die Vorgaben des Händlers an.

In der Praxis bedeutet das: Repricing geht nicht nur in eine Richtung. Wenn der durchschnittliche Angebotspreis eines Marktplatzartikels steigt, korrigiert der Repricer den Preis nach oben – und die Marge des Händlers wächst. Der Online-Marktplatz Kaufland.de bietet zum Beispiel bereits eine integrierte Repricing-Funktion. Mit der Tiefpreisautomatik können Händler dem Marktplatz erlauben, die Preise der eigenen Artikel innerhalb eines festgelegten Rahmens automatisch an der Konkurrenz auszurichten und zu unterbieten.

6. Suchmaschinen-Optimierung von Produktlistings auf Marktplätzen und in Suchmaschinen

 

Wie bereits weiter oben erwähnt, sind aussagekräftige Produktinformationen das A und O des Multi-Channel-Vertriebs. Doch wie können Händler herausfinden, ob ihre Produkttitel und -beschreibungen die Begriffe enthalten, die auch tatsächlich von den Marktplatzbesuchern gesucht werden? Ein erster Quick-Check kann direkt auf dem Marktplatz selbst stattfinden. Dazu geben Händler einfach einen Begriff in das Suchfeld ein und lassen sich die Ergebnisse der Auto-Vervollständigung anzeigen. Wer beispielsweise auf Kaufland.de den Begriff „Kopfhörer” eingibt, erhält Suchvorschläge wie zum Beispiel „Kopfhörer kabellos”, „Kopfhörer in ear”, „Kopfhörer Kinder” und so weiter. Nun sollte man sich anschauen, welche Angebote unter dem jeweiligen Suchbegriff am besten gelistet werden. Dort finden sich in der Regel sehr nützliche Keywords, die man auch für seine eigenen Angebote verwenden kann.

Wer nicht nur auf dem Marktplatz selbst gut ranken, sondern auch zum Beispiel über eine Google-Suche gefunden werden möchte, sollte sich hingegen zusätzlich mit den Suchmaschinenoptimierungs-Basics auseinandersetzen. Kostenlose Tools wie der Google Keyword Planner bieten sich dazu an, das Suchvolumen bestimmter Begriffe zu recherchieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten dann in den sogenannten SEO-Title und die Meta-Description fließen. Beides lässt sich in allen gängigen Shopsystemen auf Produktebene individuell anpassen.

7. Analyse- und Monitoring: Die Performance der Verkaufskanäle immer im Blick

 

Auch wenn Schnittstellen-Tools wie magnalister eine große Bandbreite an Marktplätzen anbieten, die sich direkt mit dem Webshop verbinden lassen, sollte die Expansionsstrategie im Multi-Channel-Vertrieb durchdacht sein. Ein gesundes Maß an Mut und Offenheit für neue Verkaufskanäle schadet aber nicht – solange Händler schnell und aussagekräftig bewerten können, ob die angebundenen Kanäle auch wirklich den gewünschten Erfolg bringen.

Hierzu lohnt sich einerseits ein Blick in den Erweiterungs- beziehungsweise App-Store des jeweiligen Shopsystem-Herstellers. Dort finden sich in der Regel nützliche Analytics-Plugins, die – in Verbindung mit einer Marktplatz-Schnittstelle wie magnalister – auch Aktivitäten und Erfolg im Multi-Channel-Handel tracken können. Andererseits bieten auch die Marktplätze selbst Statistik-Tools. Im „Reporte & Statistiken”-Bereich des Kaufland.de-Backends können Händler beispielsweise individuelle Reports mit den für sie wichtigsten Kennzahlen zusammenstellen und sie im KPI-Dashboard des Seller-Portals überwachen.

Fazit: Mit einem vollen Baukasten an E-Commerce-Tools gelingt der Ein- und Ausbau des Multi-Channel-Vertriebs.

 

Wie heißt es so schön: Think big to achieve big! Dieses Credo gilt auch für den Multi -Channel-Vertrieb. Händler sollten sich nicht davor scheuen, viele Verkaufskanäle gleichzeitig zu betreiben – solange sie Potential für eine größere Käuferschaft und mehr Absatz bieten. Wer heute in den Mehrkanalvertrieb einsteigt, kann auf eine Vielzahl hilfreicher Tools und Services zurückgreifen, die den vermeintlichen Mehraufwand zusätzlicher Verkaufskanäle nahezu egalisieren.

Ein guter Startpunkt ist der eigene Onlineshop, in dem die zentrale Produktverwaltung stattfindet. Über Marktplatz-Schnittstellen wie magnalister lassen sich dann die richtigen Shopping-Portale wie zum Beispiel Kaufland.de anbinden und Folgeprozesse automatisieren. Wer keine Lust hat, Lager und Logistik selbst zu betreiben, kann auf Fulfillment-Dienstleister zurückgreifen. Für das Finetuning des Multi-Channel-Vertriebs bietet sich die flexible Preisanpassung per Repricer an. Mehr Sichtbarkeit der eigenen Angebote wird durch Suchmaschinen-Optimierung erzeugt und die Steuerung des E-Commerce-Business mithilfe von Kennzahlen wird durch Analyse- und Statistiktools ermöglicht.

Über den Autor

Florian Müller ist für das Content-Marketing bei Deutschlands führendem Marktplatz-Plugin magnalister verantwortlich. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in den Bereichen E-commerce, Online-Marketing sowie disruptive Technologien. Er betreibt darüber hinaus die Digital-Agentur Content Guys.

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